Der Fachkräftemangel im sozialen Bereich gilt für den Landkreis Kassel wie für den Rest von Deutschland. Laut regionaler Beschäftigungsprognose des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt am Main (IWAK) gibt es im Landkreis Kassel bis 2028 einen Nachfragebedarf an 8.200 Arbeitskräften.
Ein kleiner Baustein, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken ist das Projekt HAPE. Mit diesem Qualifizierungsprojekt werden Menschen auf eine Ausbildung oder den Berufseinstieg im sozialwirtschaftlichen Bereich vorbereitet. Bestandteil des Projekts ist ein Modul über die Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen und deren pflegenden Angehörigen. Die Teilnahme an diesem Qualifizierungsmodul ist seit zwei Jahren auch für interessierte Menschen geöffnet, die an dieser Basisqualifizierung im Umfang von 30 Stunden teilnehmen. Im März 2026 hat neben den Projektteilnehmerinnen von HAPE noch ein Mann dieses Angebot angenommen und die Qualifikation erworben.
In dem Modul geht es um ältere Menschen und deren Versorgung, typische Erkrankungen, die Kommunikation bei Demenz, die Organisation von Beschäftigung und Betreuung und vieles mehr. Am Ende des Moduls bekommen die Teilnehmenden das sogenannte PfluV‐Zertifikat, ein Zertifikat nach der Pflegeunterstützungsverordnung. Das ist ein Dokument, das in ganz Hessen anerkannt ist und mit dem man als Betreuungskraft oder Alltagsbegleiter arbeiten kann.
Alltagsbegleiter unterstützen und begleiten beeinträchtigte Menschen im Alltag und ermöglichen so ein selbstbestimmtes und selbstverantwortliches Leben im Alter. Sie unterstützen im Haushalt, beim Einkaufen, unterstützen Aktivitäten der betreuten Personen und deren Angehörige zu Hause und in Einrichtungen. Ende März 2026 haben elf Personen das Modul erfolgreich durchlaufen.
Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales und dem Landkreis Kassel gefördert. Zusätzlich wird das Projekt aus dem Programm „Berufsqualifizierende Sprachförderung Plus“ (BQS+) von der Europäischen Union und aus Mitteln des Landes Hessen gefördert. Die Teilnahme ist kostenfrei und interessierte Menschen können Kontakt aufnehmen zu Cordula Markitz, Projektkoordinatorin von HAPE, Tel. (0561) 1003 - 1543 oder 01522 – 7649 880 und E-Mail: cordula-markitzlandkreiskasselde.
Kontaktpersonen
| Name | Telefon | |
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| Cordula Markitz | 0561 1003-1543 |